

«Farbanschlag»
Kunst am Gebäude
Prämiert: Siegerprojekt des Wettbewerbs Sihlcity, Zürich
digitaler Druck auf Vinylnetz
4 Megaposter, 45x4,5m, 8x8m, 48,5x2,5m, 12,5x3m
2013
Auf den ersten Blick erscheinen die Kleckse auf den Megapostern
wie heimliche Farbanschläge auf die Fassaden von Sihlcity. Die
Plakate zeigen Fotografien von Papierschachteln, in welchen Ölfarben
durcheinander geschüttelt wurden. An den Innenwänden
der Schachteln sind dabei die auf den Megapostern zuerst wahrnehmbaren
Spuren von unterschiedlich kompakten Schichten der
Ölfarbe haften geblieben. Die Papierschachteln fungieren zusätzlich
auch als Architekturmodelle, indem sie massstabgetreu nachgebildet
wurden und die Schichtung der Architektur aufnehmen. Erst auf
den zweiten Blick wird dieser komplexe, manuelle Arbeitsprozess
für die Sihlcitybesucher und -besucherinnen sichtbar. Die Tradition
des Handgemachten wurde auf eine neue Weise für ein Kunst am
Gebäude-Konzept entwickelt, welches mit farbigen Interventionen
Roman Signers Farbkanonenspuren in Sihlcity referenziert.


Zwischen spontaner Geste und präziser Konstruktion wird ein manueller Prozess sichtbar, der sich erst im zweiten Blick erschliesst.


Publikation
Titelbild sowie im Buch vertreten
Fülscher, Bernadette; Plüss, Magdalena: Farbanschlag. Kunst am Gebäude in Sihlcity 2007–2016.
Orell Füssli Verlag, Zürich, 2017
